Sparkasse Vest Cup Marl

Am vierten Turnierwochenende der Saison 2026 gab es beim „Sparkasse Vest Cup“ dicke Preisgelder und viele Ranglistenpunkte zu gewinnen. 216 Zähler für das Klassement des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) bleiben beim Ausrichter.

Lukas Salimi bestätigte mit seinem Partner Jonah Juditzki die Spitzenposition in der Setzliste. Im Endspiel besiegte das Team Leon und Noah Voswinkel (VV Humann Essen) in zwei Sätzen. Während das unterlegene Duo im ersten Satz lange vorne lag und erst zum Ende klein beigeben musste (19:21), ging der zweite Durchgang mit 21:16 an die Turniersieger.

Lukas Salimi startet im Sand für „Beach & Volley e.V. Marl“ – in der Halle trägt der 24-Jährige das Trikot von TuB Bocholt. Sein Stammpartner Lucas Ovelhey fehlte verletzt. „Er hat sich am Daumen verletzt. Am Mittwoch wird sich im MRT herausstellen, wie schwer es ihn tatsächlich erwischt hat“, bedauerte Vater Franz die Zwangspause seines Sohnes.

Nicht ohne Stolz registrierte der Ausrichter, dass mit Jan Romund ein weiterer Schützling bei der Siegerehrung vertreten war. Der 42-jährige Routinier gewann mit seinem Partner Moritz Lembeck (TSV Münster-Gievenbeck) das kleine Finale 21:18, 21:15. Mit Sebastian Dinges und Veit Bils landete ein „reines“ Team des Ausrichters auf Platz fünf. Eine ausgezeichnete sportliche Bilanz.

„Ich betreibe heute einen eigenen Rennstall mit ausgezeichneten Beachvolleyball-Pferden“, schmunzelt Franz Ovelhey. „Die Zeiten, in denen ich in den Marler Schulen Talente gesichtet habe, sind vorbei.“ Die Förderschwerpunkte haben sich verschoben – der Erfolg gibt dem Volleyball-Nestor Recht.

Dass die provisorische Tribüne bei den Endspielen am Sonntagnachmittag nur schwach besetzt war, erstaunte Ovelhey nicht: „Wir wollen die Sportart weiterentwickeln. Der sportliche Aspekt steht im Vordergrund.“ Seit Saisonbeginn sind auf der Anlage im Schatten des Albert-Schweitzer-Geschwister-Scholl-Gymnasiums schon knapp 250 Teams gestartet.

Der „Sparkasse Vest Cup“ ist nicht nur wegen Preisgeld und Ranglistenpunkten attraktiv. „Das Turnier ist super organisiert, die weite Anreise aus Bayern hat sich gelohnt“, lobte Ida Kaminski, die in der Halle für den SV Lohhof als Diagonalangreiferin aufläuft. In der Beach-Saison startet sie erfolgreich mit ihrer Schwägerin Alexa im Team „Beach-Volley United“.

Im Endspiel gewannen sie den ersten Satz gegen Anna Siebert (USC Münster) und Sunna Milz (VCO Münster) deutlich mit 21:11. „Da ist noch alles drin“, prophezeite Turniersprecher Michael „Jackson“ Reschke vor dem zweiten Durchgang. Tatsächlich sah es wegen der Führung des Duos aus Münster lange nach einem Entscheidungssatz aus.

Doch mit einer 18:13-Führung im Rücken leisteten sich Siebert/Milz zu viele eigene Fehler, sodass Kaminski/Kaminski den Satz noch drehen konnten. Sie nutzten den zweiten Matchball und holten sich mit 21:19 Satz und Turniersieg. Die beiden Siegerinnen hatten mehr Kraft: Das unterlegene Duo aus Münster hatte sich über die Verlierer-Runde ins Finale durchgekämpft.

Zur Siegerehrung schaute Bürgermeister Thomas Terhorst auf der Beachanlage an der Hagenstraße vorbei. Da nieselte es leicht, aber insgesamt hatte der Ausrichter diesmal Glück mit dem Wetter. „Als es am Samstag losging mit dem Regen, waren wir durch“, freute sich Franz Ovelhey über verhältnismäßig viele Sonnenstunden und angenehme Temperaturen.

Foto: @volleyheart
Text: Marler-Zeitung